BKH vom Adlersgrund


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Mythologie/Religion

Informationen



Allgemeines zu Mythen und Religion

Beim Thema Katzen scheiden sich häufig die Geister: Von jeher haben die Tiere beim Menschen starke Emotionen ausgelöst, und so ranken sich in allen Ländern zahlreiche Mythen und Legenden um sie. Katzen wurden sowohl als Götter verehrt wie auch als Teufel verbrannt. Einerseits gelten sie als Talismane und Glücksbringer, andererseits werden sie aber auch als Unglücksboten interpretiert. Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte (1769-1821) beispielweise hatte eine regelrechte Katzenphobie: Während eines Feldzugs schrie er eines Abends in seinem Zelt laut um Hilfe. Als sein Adjutant zu ihm eilte, sah er, wie der große Korse mit gezücktem Degen vor einem Kätzchen stand...


Katze und Hexenglauben und die absurde und zu verurteilende Rolle der christlichen Kirche

Während die Katze in vielen Kulturen überaus verehrt wurde, verleumdete und verfolgte man sie im mittelalterlichen Europa wegen ihrer angeblichen Verbindung zu Hexen und Schwarzer Magie. Schon im Jahr 962 ist der Glaube bezeugt, dass sich Hexen in Katzen verwandeln können und diese böse, gefährliche Tiere mit furchterregenden Kräften seien. Andersherum gab es zu dieser Zeit noch Herrscher, die der Katze den nötigen Respekt zollten, so wie ein walisischer König im 10. Jahrhundert, der als Strafe für das ermorden einer Katze das Aufwiegen des hängenden Katzenkörpers mit Getreide vorsah. So zeigte er seinem Volk den Wert der Katze für die Schädlingsbekämpfung in Getreidespeichern. Im Mittelalter musste die Katze überall in Europa mehrere Jahrhunderte lang Qualen, Marter und Tod ertragen - auf Anstiftung der christlichen Kirche. Weil Katzen in früheren heidnischen Ritualen eine Rolle gespielt hatten, wurden sie öffentlich zu Geschöpfen des Teufels erklärt, zu Abgesandten des Satans und Vertrauten der Hexen. Überall wurden Christen aufgefordert, ihnen soviel Schmerz und Leid zuzufügen wie nur möglich. Die Heiligen waren zu Verdammten geworden. Katzen wurden öffentlich bei lebendigem Leibe verbrannt und das häufig an christlichen Feiertagen. Hunderte und Tausende von ihnen wurden geschunden, gekreuzigt, totgeschlagen, geröstet und aus den Luken der Kirchtürme geworfen - auf Anstiftung der Kleriker, als Teil einer lästerlichen Reinigung von nur in ihrer Phantasie bestehenden Feinden Christie.


Die Katze in der Traumdeutung

Schweißgebadet schrecken sie hoch. Katzengestalten sind durch ihren Traum getobt. Weil Sie gern wüßten, was sie da zu suchen hatten, greifen Sie zum Traumdeutungslexikon. Sie lesen, dass die Traum-Katze ein "altes weibliches Ersatzsymbol in Männerträumen" sei. Wenn man im Traum eine Katze sieht, sei das "in jedem Zusammenhang ein schlechtes Zeichen", und wenn Sie im Traum von einer Katze gebissen oder gekratzt werden, deute dies auf "gefährliche Feinde" im realen Leben hin. Weil Sie ob dieser Nachrichten sowieso nicht mehr schlafen können, lesen Sie weiter und erfahren so: Das Streicheln einer Katze im Traum bedeutet, dass Sie gut zu einem Menschen sind, "der es nicht verdient". Und wenn sich eine Traumkatze an Sie schmiegt, werden Sie "durch Schmeicheleien betört, um ausgenutzt zu werden". Miauen oder schreien die Katzen in Ihrem Traum, werden Sie garantiert in "Klatschereien hineingezogen". Stephan Hau, Mitarbeiter des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt, nennt derartige Leitfäden zur Selbstanalyse allerdings "Kaffeesatzleserei". Solch pauschale Übersetzungen von Traumsymbolen in Bedeutungen zeugten von viel Phantasie und seien dementsprechend Phantastereien. Hau: "Das Analysieren von Träumen ist eine penible Angelegenheit, bei der Konflikte des Betroffenen, seine eigene Lebensgeschichte und seine Beziehungen zu (und Erfahrungen mit) Katzen sowie seine ganz persönlichen Assoziationen zum Thema "Katze" entscheidend sind."


Mythen und Aberglaube - Schwarze Katzen, Hexen, Seeleute, Länder, Katzenregeln

Schwarze Katzen bringen Unglück, sagt man. Doch woher kommt dieser Aberglaube? Im mittelalterlichen Europa wurde die Katze mit dem Teufel in Verbindung gebracht: Angeblich schlüpft dieser in ihr schwarzes Fell, um seine Opfer zu peinigen.

Auch in China gelten schwarze Katzen als Boten von Armut und Krankheit. Weiße Katzen dagegen werden oft als Glücksbringer betrachtet. Ganz anders die Engländer: Sie halten Weiß für die Farbe der Gespenster.

Läuft einem Brautpaar eine schwarze Katze voraus, wird es eine glückliche Ehe führen.

Besonders Ehefrauen von Seeleuten hielten schwarze Katzen, auf dass ihre Männer wieder wohlbehalten zu ihnen zurückkehrten. Auf den Schiffen selbst galt eine schwarze Katze als Glücksbringerin, doch Vorsicht: Sprach jemand auf der Reise das Wort "Katze" aus, drohte großes Unglück.

Angeblich lässt sich mit der Hilfe von Katzen auch das Wetter vorhersagen. Leckt sich die Katze am Hintern, gibt es Regen. Dreht sie den Schwanz zum Ofen, gibt es Frost. Und wer sich Katzen gegenüber nicht gut benimmt, bekommt zum Hochzeitstag Regen.

In Europa glaubte man früher, dass Katzen schlafenden Kindern den Atem absaugten. In Russland dagegen setzte man eine Katze in die neue Wiege, um die bösen Geister vom schlafenden Kind fernzuhalten.

In Skandinavien gewährt die sogenannte "Butterkatze" Schutz und Hilfe. Die Vorliebe der Katzen für Sahne wurde hier mit Geschenken von Milch und Butter in Verbindung gebracht. In England dagegen glaubte man über viele Generationen hin, dass Katzen Milch gerinnen ließen und Insektenplagen über die Ernte brächten.

In Peru fürchtet das Indiovolk der Quechua die "Ccoa", eine gestreifte Katze mit glühenden Augen. Angeblich soll sie Blitz und Hagel über Feldfrüchte und Menschen bringen.

Fremde Katzen an Bord gelten bei Seeleuten als verwandelte Hexen. Dem liegt der alte Aberglaube zugrunde, dass Hexen die Gestalt einer Katze annehmen, wenn sie auf hoher See einen Sturm entfachen wollen.

In Frankreich gibt es die Legende von der schwarzen Katze namens Matagot: Kommt sie zu jemandem an die Haustür, sollte man sie hereinlassen und gut behandeln, denn dann bringt sie dem Betreffenden großen Reichtum.

In einer alten japanischen Legende ist von einer Vampirkatze die Rede, die junge schöne Mädchen tötet: Sie beißt ihnen in den Hals und saugt ihnen das Blut aus. Danach nimmt die Vampirkatze die Identität des Mädchens an und stürzt sich auf dessen Liebsten.

- Mädchen, die Katzen gut pflegen, werden eine glückliche Ehe führen.
- Männer, die eine Katze gut pflegen, werden sich nicht verheiraten.
- Nachts darf man keiner Katze auf den Schwanz treten, das bringt Unglück.
- Wer eine Katze ins Wasser wirft, der wirft sein Glück ins Wasser.
- Niest die Katze, schneit es bald.
- Wenn die Katze sich den Hintern leckt, gibt es Regen.
- Wenn die Katze sich putzt und dabei mit der Pfote hinter das Ohr streicht, kommt besuch.
- Wer Katzen nicht mag, bekommt keine schöne Frau
- Menschen, die Katzen nicht mögen, müssen in ihrem früheren Leben eine Maus gewesen sein

- In Europa gab es einmal die verbreitete Unsitte, eine Katze zum Schutz vor Nagetieren und bösen Geistern in die Hauswand einzumauern.
- In Italien gab es die Legend eines katzenköpfigen Wesens mit einem Schlangenleib, das angeblich das Vieh überfiel. Dies wurde wahrscheinlich zur Legende, weil es niemals eingefangen werden konnte.



Beliebte Redensarten

- Eine Katze mit Handschuhen kann keine Mäuse fangen.
- Alte Katzen bedeuten junge Mäuse
- Ein Mann, der keine Katzen mag, bekommt nie eine hübsche Frau.
- Neugier ist der Katze Tod
- Eine Katze und eine Frau gehören ins Haus, ein Mann und ein Hund gehören aufs Feld.
- Wie die Katze um dem heißen Brei herumlaufen.
- Das trägt die Katze auf dem Schwanze fort.
- Der Katze die Schelle anhängen.
- Mit jemand wie die Katze mit der Maus spielen.
- Die Katze im Sack kaufen.
- Bei Nacht sind alle Katzen grau.
- Das gilt einen Katzendreck.
- Der Herr gebietet seinem Knecht, der Knecht seiner Katze und die Katze ihrem Schwanz
- Keine Maus wird dir glauben, daß 'ne schwarze Katze Glück bringt
- Es kommt eine Ratte teuer zu stehen, einer Katze am Schwanz zu nagen
- Der Hund mag wundervolle Prosa sein, aber nur die Katze ist Poesie
- Dass das Fleisch noch im Topf steckt, kann auch einfach daher kommen, dass keine Katze in der Nähe ist.



Warum heißt der Kater in England Tom?

Diese Sitte lässt sich genau bis zum Jahre 1760 zurückverfolgen, als von einem unbekannten Autor eine Geschichte veröffentlicht wurde, die "Leben und Abenteuer einer Katze" hieß. Darin ließ der Held der Geschichte, ein männliches Tier "Tom the Cat". Die Erzählung erfreute sich großer Beliebtheit, und seitdem wird in England, wenn ein Kater gemeint ist, meist von einem Tom geredet.


Catgut und Katzenmusik

Die Catgut sind Schafdärme und wurden jahrhundertelang zur Herstellung der Saiten von Musikinstrumenten genutzt. Dem Begriff selbst könnte man übersetzt (cat=englisch für Katze , gut = Gedärme) eher die Bezeichnung für Katzengedärme zuschreiben. Im Anfang des 17. Jahrhunderts ist ein Text erhalten, in dem von Fiedlern die Rede ist, die die getrockneten Därme einer miauenden Katze kitzeln. Später ist von eine Mann die Rede, der beim Vibrieren des Katzendarms jedesmal zusammenzuckte,. weil der das Jammern des hilflosen Tieres zu hören glaubte, das der Musik zuliebe geopfert wurde. Diese Schilderungen stammen aus einer Zeit, in der Katzen allzu oft Opfer von Verfolgung und Quälerei wurden. Da den Leuten damals das Geräusch kreischender Katzen sehr gut bekannt war, kam es dazu, dass der Lärm, den ungeübte Musiker mit ihren Streichinstrumenten erzeugten, mit den typischen Lauten von Katzen in Verbindung gebracht wurde. Zum einen Entstand so der Begriff "Katzenmusik" und zum anderen wurde auf diese Weise aus Schafsdärmen (catgut) Katzendärme.


Wildkatzengötter

Die Hauskatze gelangte erst mit den europäischen Einwanderern in die Neue Welt, doch der Jaguar und andere Katzen hatten schon vorher Eingang in das Pantheon der altamerikanischen Kulturen gefunden. Die Glaubenswelt der südamerikanischen Völker umfasste die Idee, dass sich Medizinmänner nach dem Tod in Jaguare verwandeln würden, und auch die Vorstellung vom Puma als einem "amigo del christiano" (Christenfreund), nachdem angeblich ein Puma einem spanischen Mädchen das Leben gerettet hatte.

Die Jesus-Katze

In der Bibel kommt die Katze nicht vor. Trotzdem ... Jesus könnte mit einer Katze aufgewachsen sein. In der Bibel wird sie mit keinem Wort erwähnt. Weniger noch ... in den kanonischen Schriften kommt allerlei Getier vor, doch die Katze wird regelrecht totgeschwiegen; als würde sie nicht existieren. - Zufall? Oder Absicht? Tatsache ist, das die Katze zu jener Zeit bereits lange die Kornkammern des Alten Ägyptens vor Schädlingen schützte. Das sie im Geburtslande Jesu unbekannt gewesen sein soll ist daher kaum anzunehmen. Die Ägypter und ihre heidnischen Götter unter denen es ja auch "Katzengötter" gab, jedoch waren bekannter Maßen den ersten Christen nicht gerade wohl gesonnen und da waren sie nicht die einzigen... Ein Grund, sie aus der Heiligen Schrift zu verbannen? Denkbar, dass der anhaltende Haß auf die Ägypter dazu geführt hat, dass die Katze von den Evangelisten nicht in das " Buch der Bücher " ( Nachdem man sich aus allen Kulturen das Beste zusammengeglaubt und für die eigenen Zwecke umformuliert und interpretiert hat: jeder möge sich seine eigene Meinung bilden/Anm. der Redaktion ) aufgenommen wurde.


Jesus könnte allerdings sogar mit einer Katze aufgewachsen sein

Nahe Bethlehem wurde in genau der stillen und heiligen Nacht, die seitdem in aller Munde ist bei einer armen Familie zwischen Schafen und Ziegen ein Kätzchen geboren. Dieses Kätzchen erhielt den Namen Sheila und sollte wenige Wochen später auf wundersame Weise den Weg in die Krippe des Christkindes ( eigtl. Knecht Ruprecht etc. ) finden.


Wie Jesus zu seiner Katze kam. - Ein Weihnachtsmärchen?

Sheila blieb bei Jesus. Sie tobte durch den Stall, fing ab und zu eine kleine Maus und blieb bei ihm in der Krippe im Stroh, bis er eingeschlafen war. Maria kümmerte sich liebevoll um die beiden und das Kätzchen wuchs schnell heran. Wenn Jesus fest schlief, hockte Sheila zu Füßen Marias, die ihr so oft gedankenverloren über die Stirn strich, dass Sheilas Stirnfell schließlich ein klares "M" prägte. Auch Sheilas Nachkommen sollten später dieses Marienzeichen tragen und dies ihrerseits an alle Nachkommen weitergeben. - Bis heute.

Übrigens:
In den Hexenprozessen des Mittelalters wurden Katzen, die den Buchstaben "M" auf der Stirn trugen (Tabbykatzen) tatsächlich verschont, da diese Katzen eben direkt von den " Mutter-Gottes-Katzen " abstammen.

Götter mit Samtpfoten

Borneo ist die Heimat der vom Aussterben bedrohten Orang Utans. Ebenfalls auf Borneo ist die Rafflesia zu finden, die größte Blüte der Welt. Und die skurrilen Nasenaffen der Insel, die sich Malaysia und Indonesien teilen, haben einen Stammplatz in Serien wie " Die merkwürdigsten Tiere der Welt ". Doch die Stadt Kuching, die Metropole des malaysischen Staates Sarawak auf Borneo, hat ihr größtes Museum ausgerechnet Katzen gewidmet (siehe auch erstes Deutsches Katzenmuseum ( Traunstein )). Es gibt auf Borneo tatsächlich auch eine Reihe wilder Katzenarten, etwa die malaiische Zibetkatze, die Leopardenkatze oder den Nebelparder, und die extrem scheue Borneo Goldkatze ist gar die seltenste Katzenart der Welt. Doch das Museum ist im wesentlichen den gemeinen Hauskatzen gewidmet, die mit Borneo herzlich wenig zu tun haben. Wenn da nicht der Name Kuching wäre. Das ist malaiisch und bedeutet Katze.

Wie die Katzenstadt zu dem Namen gekommen ist, beantwortet das Museum allerdings nicht. Einige Legenden gibt es immerhin. So soll James Brooke, der erste weiße Herrscher von Sarawak, einen Einheimischen nach dem Namen der Stadt gefragt haben. In dem Moment lief eine Katze über den Weg und der Malaie dachte, der Engländer fragte nach dem Namen des Tieres. Also lautete die Antwort: Kuching. Eine banalere Erklärung geht davon aus, dass es eine Verballhornung des indischen Wortes Cochin für Hafen ist. Tatsächlich waren indische Händler die ersten Siedler in der Region.

Katzen scheinen in Kuching allgegenwärtig zu sein. Lebende Katzen sind hier allerdings auch nicht häufiger als in Kuala Lumpur oder Königs Wusterhausen. Doch in Beton und Stahl sind sie an jeder Straßenecke, auf jedem Platz zu finden. Die Kuchinger haben ihrem Namenspatron unzählige schaurig-schöne Denkmäler gesetzt. Der Höhepunkt aber ist das Katzenmuseum, das auf einem Hügel thront. Man betritt das architektonisch zwischen Raumkapsel und Moschee angesiedelte Museum durch ein riesiges Katzenmaul. Gleich dahinter hocken zwei alptraumgroße Katzen in den traditionellen Kostümen der Malaien. In Vitrinen sind kleinere Ausgaben von Katzen zu finden: als Plüsch-Garfield, als strassbesetzte Figuren aus Japan, als chinesische Löwen, als ägyptische Katzengötter. Ausgestellt ist Katzenfutter in Dosen ebenso wie allerlei Katzenpflegeutensilien und Katzenklos. Zwei Wände zieren Porträts berühmter Katzenliebhaber. Zu sehen sind Queen Victoria, Ernest Hemingway, Eartha Kitt, Anne Frank und Ursula Andress, Star des Films " What's New Pussycat ".

Eine ganze Museumswand nehmen malaiische Sprichwörter in Text und Cartoon ein, in denen Katzen vorkommen. Alle diese Volksweisheiten beziehen sich aber auf den gefürchteten Tiger. Beispiel: Wenn Malaien zum Ausdruck bringen wollen, dass jemand ein flotter Arbeiter und scharfer Denker ist, obwohl er eher ruhig und bedächtig wirkt, sagen sie: Er sitzt da wie eine Katze, aber springt wie ein Tiger.

Einzelne Abteilungen informieren über die Naturgeschichte der Katzen, Katzenpflege, Katzenbücher oder Katzen auf Briefmarken. Und man erfährt auch etwas über die Rolle der Katzen in Religionen. Bei den Ägyptern galten sie als Götter und manche wurde mit dem gleichen Aufwand mumifiziert wie Pharaonen. Das Museum ist stolz auf den Sarg mit einer solchen Katzenmumie.

In China bewachen goldene Löwenfiguren den Eingang zu Pagoden, während es im buddhistischen Japan gar Katzen geweihte Tempel gibt. Die berühmteste ihrer Art ist die Maneki Neko (Winkekatze), die heute aus dem Alltag in ganz Asien nicht mehr wegzudenken ist. Irgendwo in seinem Geschäft, Handwerksbetrieb, Restaurant hat jeder Chinese in Kuching so eine Winkekatze zu stehen, die mit erhobener Pfote winkt und damit Kunden anzieht.

Am Ende des Museumsrundgangs, wo die ausgestopften Wildkatzen aus den Wäldern Borneos leicht angestaubt in Glasvitrinen zu bewundern sind, findet sich dann auch noch ein Exponat, von dem nicht ganz klar ist, ob es einfach nur nette Atmosphäre erzeugen soll oder ein Ausdruck feiner Ironie ist: ein Aquarium mit lebenden Fischen. Katzen jedenfalls lieben so etwas.


Heim für Tiere

Borneo ist nach Grönland und Neuguinea die drittgrößte Insel der Welt. Hier leben über 200 teils vom Aussterben bedrohte ( Rote Liste ) Säugetierarten wie der Orang Utan, das Sumatra-Nashorn und der Borneo-Zwergelefant.


Die Katzengötter in Ägypten

Die Geschichte unseren Stubentiger beginnt im alten Ägypten. Dort wurden die Katzen als Stellvertreter der Götter auf Erden angesehen und entsprechend verehrt. Man ließ die Katzen sogar mumifizieren und in Bronze giessen. In den Jahren 2500 bis 2280 v.u.Z. regierte " Mafdet ", die erste Katzengöttin, das Land. Dann gab es noch die Himmelsgöttin " Nut ", die oft mit einem Katzenkopf abgebildet wurde, und der Sonnengott " Ra ", der auch " Die grosse Katze " genannt wurde. Die berühmteste aller Katzengötter war " Bastet ", die Göttin des Feuers und des Mondes. Ihr zu Ehren nannte man eine Stadt " Bubastis ", in deren Tempelanlagen lauter Katzen lebten. Es war streng verboten, Katzen aus Ägypten zu exportieren, so sehr waren die Menschen an diese Göttlichen Wesen gebunden.


Die Verbreitung der Katzen

Man erzählt, dass etwa 1500 Jahre v.u.Z. eine Gruppe griechischer Händler rund ein Dutzend Katzen aus Ägypten schmuggelte. Es gelang ihnen, die Tiere zu züchten und in mehrere Länder zu verbreiten. In China galten die Tiere bereits 400 v.u.Z. als Symbol des Friedens, des Glücks und der Häuslichkeit. In Japan waren die Katzen so wertvoll, dass man sich nicht traute, diese frei herumlaufen zu lassen. Im 17. Jahrhundert war Japan mit einer Mäuseplage geschlagen, die die Ländlichen Kornkammern verwüstete und auch die Seidenindustrie bedrohte. In der Not befahl der japanische Kaiser, alle Katzen frei zu lassen. Die Mäusejäger waren erfolgreich und die japanische Wirtschaft wurde gerettet.


Die Katzen im Mittelalter

Im europäischen Mittelalter wurden die Katzen gehasst und als " Tiere des Teufels " angesehen. Man verfolgte die Unglücksbringer und am Ende des 14. Jahrhunderts war die Hauskatze beinahe ausgerottet. Die Rettung für die Katzen kam noch im gleichen Jahrhundert, als durch Handelsschiffe Ratten ins Land kamen, die Beulenpest verbreiteten. Somit waren die fleissigen Jäger auf den Strassen und in den Häusern wieder willkommen. Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass die Katzen mehrmals die Menschliche Zivilisation gerettet haben. Heute lieben und verehren wir unsere Katzen. Das ist auch gut so, denn das haben sich diese tapferen Geschöpfe auch verdient.

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Bastet

Im alten Ägypten war die Katzengöttin Bastet sehr beliebt. Man glaubte, dass sie bei der Geburt helfe und vor Unfruchtbarkeit, Krankheit und giftigen Tieren schütze. Darüber hinaus war sie die Göttin des Genusses, der Musik und des Tanzes. In Bubastis nordöstlich von Kairo errichtete man einen großen Bastet-Tempel, zu dem alljährlich Tausende ihrer Anhänger pilgerten. Auf dem dazugehörigen Katzenfriedhof wurden vermutlich Millionen von Katzen mumifiziert und zu Ehren der Katzengöttin bestattet.


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Freyja

Die sinnliche Göttin der Liebe, ritt in einem Streitwagen, der von Katzen gezogen wurde. Begleitet von einer Gruppe Liebesgeister durchreiste Sie Himmel und Erde auf der Suche nach Ihrem wandernden Mann Odur und vergoß dabei immer wieder goldene Tränen.

Freyja ("Dame/Herrin"), manchmal auch als Freya oder Frea bezeichnet, war in der germanischen Mythologie die Tochter des Meeresgottes Njörd und die Schwester des Freyr. Sie war eine wichtige Fruchtbarkeitsgöttin und ein Mitglied der Wanen. Nach einem Krieg scheinen die Wanen von den jüngeren Asen abgelöst worden zu sein, die von Odin angeführt wurden. Als es zum Friedenschluß zwischen beiden Seiten kam, ging Njörd mit Freyr und Freyja nach Asgard, wo Sie als Geste der Freundschaft zusammen mit den Asen lebten. Freyjas größter Schatz war die Halskette der Brisinger, die Sie dafür erhalten hatte, dass Sie mit den vier Zwergen schlief, die das Schmuckstück hergestellt hatten. Ihre Schönheit verschaffte Ihr zahlreiche Verehrer, darunter auch Ottar, den Sie in einen Eber verwandelte. Sie soll eine Magierin gewesen sein, die in der Haut eines Falken fliegen konnte.

Sowohl Odin als auch Freyja interessierten sich für die heldenhaften Toten und teilten am Ende jeder Schlacht die Gefallenen unter sich auf. Odins Anteil ging nach Walhall, während Freyjas Heer in Ihrer Halle Sessrumnir lebte. Es ist möglich, dass Freyjas verschollener und wenig bekannter Gatte Odur oder Od, niemand anders als Odin selbst war. Sie war nämlich die Göttin der Lust und der Liebe, also eine geeignete Partnerin für Odin, den Vater der Schlachten und Zerstörung.


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Die winkende Katze

In Japan steht ein Tempel, der Katzen geweiht ist. Er stammt aus dem 18. Jahrhundert und heißt " Gotoku-ji ". Dort teilten die Mönche selbst in Hungerszeiten ihre Nahrung mit Katzen. Eines Tages wurden einige wohlhabende Samurai von einer Katze in den Tempel herein gewunken. Wenig später erhob sich ein schweres Unwetter - die Samurai hatten gerade noch Schutz suchen können. Einer von ihnen studierte später bei den Mönchen und hinterließ diesen ein Vermögen. Als Symbol für die dort begrabenen Katzen stellte man in der Mitte des Tempels eine "Geistkatze" auf; rings um den Altar stehen zahlreiche Figuren, die eine Katze mit erhobener Pfote zeigen. Diese Katzen heißen "Maneki-neko" und sind in Japan nach wie vor beliebte Talismane.


Maneki Neko aus Japan

Im 17. Jahrhundert gab es in Tokio einen verarmten Tempel, in dem ein Priester mit seiner Katze lebte. Eines Tages wurde ein wohlhabender Fürst in der Nähe des Tempels durch ein gewaltiges Unwetter unter einem Baum festgehalten. Da sah er diese Katze in der Eingangstür des Gotoku-ji Tempels, die ihre Tatze in der typischen Winkweise ihm entgegenstreckte. Der Fürst folgte dieser Einladung und in dem Moment als er die Eingangstür erreichte, schlug ein gewaltiger Blitz an der Stelle ein, an der er zuvor stand. Von diesem Tag an wurden der Fürst und der Mönch Freunde und der Tempel wurde wohlhabend. Seitdem ist die winkende Katze das Symbol für Reichtum und Glück. So soll eine "Maneki Neko" in Ihrem Geschäft, zu Hause oder als Anhänger getragen, Besucher anziehen und den Wohlstand bringen.Die Winkkatze (Maneki Neko) ist heute in Japan der beliebteste Glücksbringer. Die Formen der Maneki Neko sind sehr vielfältig. Entweder werden sie als kleines Amulett direkt am Köper getragen oder als Figuren in verschiedenster Größe aufgestellt. Die Maneki Neko gehört neben jeden Haushalt und Fahrzeugen, auch in Häuser, Einkaufszentren, Restaurants und macht als Riesenfigur so manchen Platz. Kurzum: Der Winkenden Katze kann überall begegnet werden, wo Menschen sind - in Bussen ebenso wie in Geschäftsauslagen, die Winkende Katze empfängt jeden freundlichst und sorgt für Glück, Liebe, Frieden und Wohlstand.



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